Hämorrhoiden: Was wirklich hinter den Beschwerden steckt

Shownotes

Hämorrhoidalbeschwerden sind weit verbreitet – und trotzdem für viele ein Tabuthema. In dieser Folge erklären Julia und Apotheker Flo zunächst die wichtigste Grundlage: Hämorrhoiden sind ein ganz normales Gefäßpolster im Enddarm und zunächst nichts Krankhaftes. Beschwerden entstehen erst, wenn sie sich vergrößern oder entzünden.

Wir sprechen über typische Symptome wie Juckreiz, Nässen, Brennen oder Blutungen und darüber, welche Faktoren das Risiko erhöhen können – von starkem Pressen über Bewegungsmangel bis hin zu hormonellen Einflüssen.

Außerdem ordnen wir ein, was man selbst tun kann: von Stuhlregulation und ausreichend Flüssigkeit bis hin zu Sitzbädern und geeigneten Wirkstoffen aus der Apotheke. Ein wichtiger Punkt ist auch, wann rezeptfreie Mittel ausreichen – und wann ärztlicher Rat notwendig wird.

Ziel der Folge ist es, Berührungsängste abzubauen und Betroffenen zu zeigen: Das Thema ist unangenehm, aber gut behandelbar.

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Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr wieder bei Rezeptfrei erklärt dabei seid. Hier erkläre ich gemeinsam mit Flo eure Fragen rund um eure Gesundheit. Hallo Flo, schön, dass du wieder bei mir im Studio bist.

Hallo Julia. Du Flo, heute habe ich ein Thema ausgesucht, über das kaum jemand gerne spricht, obwohl unglaublich viele davon betroffen sind, nämlich Hämorrhoiden. Alle kennen das Wort, viele haben Beschwerden, aber irgendwie traut sich ja so keiner darüber offen zu reden.

Wollen wir da mal heute mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen? Ja, können wir natürlich gerne tun. Wie du schon sagst, es ist ein Thema, was sicherlich jetzt nicht gerade über die Straße geschrieben wird und auch in unserer Beratung bei uns in den Apotheken ist es auch ein Thema, was wir so diskret wie möglich versuchen zu behandeln. Vielleicht fangen wir mal ganz von vorne an.

Was sind Hämorrhoiden eigentlich? Und ab wann werden sie eigentlich zum Problem? Genau, also ganz grundsätzlich gesehen sind Hämorrhoiden natürlich, also es ist ein Gefäßpolster im Enddarm, was auch jeder Mensch hat. Also das ist an sich, ist die Hämorrhoide kein Krankheitsbild. Also prinzipiell hat jeder Hämorrhoiden.

Genau, richtig. Problematisch wird es dann, wenn sie sich vergrößern, wenn sie sich entzünden oder andersweitig dann die Beschwerden quasi hervorrufen. Dann sprechen wir umgangssprachlich immer von Hämorrhoiden, wobei es im Endeffekt irgendwie ein bisschen irreleitend ist, weil es ist eigentlich die Entzündung, die uns da die Probleme macht oder die Vergrößerung.

Du hast gerade schon gesagt Beschwerden. Was sind das denn so für typische Beschwerden? Typischerweise ist es so wie eine Entzündung der Haut. Eigentlich kann man sich das ganz gut herleiten, auch einhergeht.

Also wir haben durchaus nässende Stellen, die brennen können, die jucken können. Ich denke Juckreiz ist so das erste, was man damit verbindet, die auch Druckgefühl haben und natürlich Schwierigkeiten und Schmerzen bei dem Toilettengang. Das ist auch so das Typische.

Kann auch mit blutigem Stuhl oder mit Blut einhergehen. Ja, das ist auch schon mal dabei. Ist aber meistens wirklich dann dieses akute Aufreißen der Haut, was dann dieses Blutige verursacht.

Das klingt jetzt ja irgendwie alles sehr unspezifisch. Gefühlt hat das ja jeder mal. Es haben ja nicht jeden die typischen, in Anführungsstrichen, Hämorrhoiden.

Also klar, du hast gerade gesagt, jeder hat Hämorrhoiden, aber nicht das, was wir jetzt als Krankheitsbild verstehen. Was ist das denn dann? Also jedem juckt es mal am Po. Bleiben wir wie es ist.

Ja, genau. Also es ist auch wieder nicht, wenn es mir jetzt mal zwei Tage juckt, dann habe ich Probleme damit und muss es behandeln. Das ist jetzt nicht das Drama.

Es hat auch nichts damit zu tun, dass ich nicht reinlich genug bin. Damit hat es auch nichts zu tun. Es sind wirklich die chronischen, nenne ich es jetzt mal, oder auch eine kontinuierliche Vergrößerung dieser Hautbestandteile, die ich da habe und die dann halt einfach Beschwerden machen können.

Da geht es wirklich auch um eine längerfristige Geschichte, wie so oft bei uns im Podcast. Kurzfristige Geschichten sind meistens nicht das Riesenproblem, sondern wir reden über die längerfristige Geschichte. Denn die Schmerzen und die Beschwerden, die äußern sich und die kommen erst in den Stadien, wo die Hämorrhoiden wirklich deutlich vergrößert worden sind oder deutlich größer geworden sind und sich deutlich entzündet haben.

Das heißt, sobald ich massive Beschwerden habe oder größere Beschwerden, sind sie auch behandlungsbedürftig. Gut, jetzt haben wir so ein bisschen rumlaviert, Ursachen. Da denkt man ja viel so Ernährung, Bewegung, Stress.

Hat das was damit zu tun? Ja, der Darm und unsere Verdauung ist halt sehr stressresistent, naja, resistent eben nicht. Das hatten wir schon beim Verstopfung. Das mit dem Sensibelchen, meinst du? Genau, das ist ein Sensibelchen und je nachdem reagiert ein Darm, oder reagieren wir ja mit Verstopfung, wir reagieren mit Durchfällen auf bestimmte Situationen, die uns Stress bereiten und genau das kann eine Hämorrhoide tatsächlich auch fördern.

In beide Richtungen. Also entweder ist es natürlich, ich reize dadurch, dass ich Durchfall habe, reize ich ja mechanisch den Enddarm relativ häufig, weil ich sehr oft auf Toilette bin und ich reibe mit dem Toilettenpapier. Das ist eine mechanische Reizung, was zu kleineren Mikroverletzungen führen kann.

Dadurch können Entzündungen entstehen. Das ist so ein Kreislauf. Andersherum eine Verstopfung, ein höherer Druck, den ich aufbaue, kann auch zu Platzen von Blutgefäßen führen und somit auch zu Entzündungen der Hämorrhoiden.

Hat also auch da einen Punkt. Deswegen ist es so, das hatten wir im Verstopfungspodcast schon angesprochen, nicht zu lange auf der Toilette sitzen, nicht zu viel Druck aufwenden. Das hat schon einen Sinn, das zu sagen, weil das alles in eine Vergrößerung der Hämorrhoiden und eine Entzündung der Hämorrhoiden fördern kann.

Jetzt hast du mir ja gerade gesagt, Hämorrhoiden hat jeder. Heißt ja auch im Umkehrschluss, es kann ja jeder das Krankheitsbild Hämorrhoiden, das ist immer schwierig zu erklären, treffen. Aber gibt es denn jetzt irgendwie Gruppen, bei denen das häufiger auftritt? Also prinzipiell hast du vollkommen recht, es kann jeden treffen.

Es ist wie so oft irgendwo ein Zufall. Vielleicht auch manche haben vom Grund auf eine Vergrößerung der Hämorrhoiden oder eine dünnere Haut in dem Bereich. Das kann irgendwo ganz individuell sein.

So ein ganz kleines bisschen kristallisiert sich raus, dass wir gerade bei Menschen zwischen 45 und 65 Jahren eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, Personen mit Bindegewebsschwächen. Das trifft oftmals Frauen, muss man leider sagen. Die haben dann eine Tendenz zu, das kann hormonell bedingt sein, weil auch gerade Östrogene natürlich Bindegewebe mit beeinflussen.

Dementsprechend passt das mit dem Alter auch wieder zusammen. Deswegen haben wir so eine ganz leichte Tendenz, aber nur eine minimalste leichte Tendenz in Richtung Frauen. Übergewicht für Menschen geht auch auf jeden Fall.

Ungesunde Ernährung, deswegen vielleicht auch diese Übergewichtssituation auch in die Richtung zu sehen. Und wenn ich natürlich mit chronischer Verstopfung oder mit chronischen Durchfällen zu tun habe, Magen-Darm-Erkrankungen, Morbus Crohn beispielsweise, Colitis Ulcerosa, um jetzt mal so zwei chronische Darmerkrankungen zu nennen. Eine typische sitzende Lebensweise ist auch schwierig, weil wir immer wieder einen Druck aufführen, der kontinuierlich lastet.

Und wir haben bei Frauen die Problematik, die wir natürlich haben bei der Geburt beziehungsweise nach der Geburt, neigt man einfach dazu, weil natürlich bei einem natürlichen Geburtsvorgang der ganze Bereich natürlich auch in Mitleidenschaft gezogen wird. Ja, das ist durchaus der Fall. Du hast jetzt gerade gesagt Schwangerschaft und auch Hormone.

Die haben jetzt wirklich dann einen konkreten Einfluss darauf? Also das heißt, das ist wahrscheinlich? Ja, ich würde ungerne sagen, dass ein Hormonwechsel oder die Hormone mit krankhaften Hämorrhoiden direkt eins zu eins in Verbindung stehen. Das würde ich nicht tun, sondern eher über diese Bindegewebsgeschichte oder an sich Prozesse über Blutverteilung im Körper. Das sind eher so die Dinge, die die Hormone machen.

Deswegen haben wir ja die Frauentendenz da ein bisschen drin. Bei Männern ist halt der Hormonspiegel relativ konstant. Wir haben keine großen Schwankungen.

Bei Frauen ist das halt was anderes, gerade in Richtung Wechseljahres gesehen. Da kommen ja ganz viele andere Probleme mit einher. Also da rede ich jetzt nicht über die Wechseljahresbeschwerden, die wir sicherlich auch mal in einem Podcast besprechen können.

Unbedingt. Sondern da gehe ich jetzt eher so auf diese Hautveränderung, die chronisch-venöse Insuffizienz, die wir bekommen können, die auch nicht im direkten Zusammenhang mit Hormonen steht, aber das halt alles irgendwo so mit in diesem großen Veränderungsprozess steht. Deswegen müssen wir das einfach mit einführen.

Auch unsere erhöhte Lebenserwartung kommt auch dazu. Wir werden immer älter. Unser Gewebe oder unser Gewebe ist das von... Das wird ja logischerweise immer viel schlapper.

Wir sind aus der Evolution das halt noch nicht so gewöhnt. Wenn wir sehen, wo unsere Lebenserwartung vor 100 Jahren noch gelegen hat. Unser Körper muss jetzt nach und nach erst damit klarkommen, tatsächlich auch so alt zu werden.

Und unser Gewebe leidet darunter. Und dann passiert auch sowas wie eine krankhafte Hämorrhoide. Und jetzt habe ich eine krankhafte Hämorrhoide.

Wäre ja meine typische Frage so, geht die von alleine wieder weg? Leider nicht. Das wäre ja schön. Wenn wir sie in dem richtigen Stadium therapieren, bekommen wir sie relativ gut zurückgedrängt.

Zumindest die Entzündung, die Vergrößerung der Hämorrhoide an sich, die bleibt. Aber ich kann die Entzündung zurückdrängen, wenn ich eine drin habe. Da kann ich natürlich mit verschiedenen Wirkstoffen machen.

Das geht mit Salben etc. Ich kann es aber auch zumindest mit meiner Lebensstiländerung erreichen. Indem ich, wenn ich übergewichtig bin, abnehme.

Das ist so das Typische. Ich verzichte auf Alkohol, zumindest in Maßen. Dann sollten auch die fettreichen Mahlzeiten reduziert werden.

Die gesunde Ernährung, ballaststoffreich. Das ist halt so, was quasi wirklich guttun kann, um die Hämorrhoiden nicht größer werden zu lassen. Und was passiert, wenn ich das Ganze jetzt ignoriere? Wenn ich sage, okay, ich habe jetzt eine, aber da mache ich jetzt nichts drauf, weil mir ist das auch ein bisschen peinlich.

Ja, die Beschwerden werden zunehmen. Das ist eine ganz klare Geschichte. Also die Vergrößerung wird zunehmen, die Entzündung wird zunehmen.

Was dann natürlich auch so weit führen kann, dass ich mit normalen Mitteln aus der Apotheke nicht mehr weiterkomme und das Ganze operativ in den Griff bekommen werden muss. Also immer frühzeitig abklären. Genau, da in dem Moment ist es wirklich schon schön, umso frühzeitiger ich was machen kann oder mache, umso besser kann ich es selbst tatsächlich auch noch in den Griff kriegen.

Dann ist es ja jetzt umso wichtiger, meine nächste Frage, was kann ich denn jetzt wirklich tun, um jetzt Beschwerden zu lindern oder es gar nicht erst soweit zu kommen zu lassen? Hatte ich ja gerade eben schon so kurz angeschwungen, also so die Stuhlregulation, die mit einhergeht, die ist so das Mittel der Wahl. Wenn es meine Grunderkrankungen möglich macht, also wenn ich jetzt so ein Chroniker bin mit Colitis ulcerosa etc., wäre es jetzt lapidar zu sagen, ich muss meine Stuhlregulation in den Griff kriegen. Gut, das ist klar.

Also das geht jetzt um gesunde Menschen, die das Ganze einfach vielleicht etwas einfacher in den Griff kriegen können. Lass mich raten, ausreichend trinken gehört auch wieder dazu. Ja, richtig.

Also auch die Flüssigkeitsaufnahme ist da wieder wichtig. Wie viele Liter brauchen wir pro Tag, hast du das gemerkt? Zwei Liter Minimum. Sehr schön, genau.

Und Kaffee gehört nicht dazu, habe ich auch schon gelernt. Wollte ich nur mal sagen. Ich höre dir zu.

Wenigstens eine, das ist schon mal was. Also die Bewegung, um jetzt zum Thema zurückzukommen, ist natürlich auch mal wichtig. Wir hatten das Sitzen quasi als Gegenbeispiel, was es fördert.

Die Bewegung ist natürlich dann der Gegenpart. Ich sollte starkes Pressen auf der Toilette vermeiden, das ist auch ein Punkt. Es gibt so schöne Höckerchen, die man nutzen kann, die man sich vor die Toilette stellt und seine Beine quasi anwinkelt dadurch, weil unsere natürliche Sitzhaltung, wie wir auf der Toilette normalerweise sitzen, eigentlich den Darm abklemmt.

Wenn wir uns das mal betrachten, also wie unser Körper so aufgebaut ist. Wenn ich jetzt meine Beine etwas erhöhe und meine Knie quasi nach oben komme, dann öffne ich quasi meinen Enddarm und es geht leichter. Deswegen gibt es so schöne kleine Höckerchen, die man kaufen kann oder die man vielleicht auch zu Hause hat.

Da geht es wirklich so um 20 Zentimeter, die Beine nach oben kriegen. Also das ist jetzt nur um den Punkt, um vielleicht mal den Druck zu reduzieren. Sitzbäder kann ich machen, leichte Analhygiene im Bereich.

Einfaches Toilettenpapier reicht völlig aus. Ich brauche jetzt nicht das Hochsanfte, ist nicht notwendig. Und auch auf feuchtes Toilettenpapier sollte man eher nicht zurückgreifen, weil dieses feuchte Milieu kontinuierlich auch entweder andere Erkrankungen fördern kann, wie Pilzinfektionen, aber auch das Gewebe tatsächlich eher belastet, wie es reinigt.

Jetzt kommen mir viele Patientinnen und Patienten wahrscheinlich mit einer ganz konkreten Frage zu dir. So reicht es nicht, wenn ich jetzt einfach eine Creme nehme. Da gibt es ja derlei reichlich.

Jetzt wäre ja meine Frage, bringt das was? Ja. Das wäre schon mal gut. Ich bin am überlegen, wie wir es am besten einklassifizieren.

Also im Endeffekt haben wir zwei verschiedene, wir haben nur zwei verschiedene Wirkstoffe in der freiverkäuflichen Pharmazie oder in der Apotheke, die wir so abgeben können. Wir haben einerseits einen pflanzlichen Extrakt, den wir drin haben aus der Zaubernuss. Das ist ein Extrakt, der Wundränder zusammenziehen kann.

Man nennt das Arztringierenden Effekt. Ein neuer Fachbegriff. Das kennt man vielleicht auch, wenn man so eine Mundafte hat und man packt da eine Tinktur drauf, dann zieht sich das so richtig zusammen, die Schleimhaut.

Genau den gleichen Effekt würde ich jetzt auch mit der Zaubernuss im Darmbereich machen. Ich ziehe meine Wundränder zusammen, es soll wundheilungsfördernd sein. Kann ich also so bei leichten Entzündungsstadien machen.

Ist eine rein symptomatische Behandlung. Das zweite, was ich machen kann, ebenfalls symptomatisch, ist mit Lidocain zu arbeiten. Lidocain ist ein Lokalanästhetikum, das betäubt meinen Analbereich einfach.

Es hat keine Wundheilungsfördernden, rein gar nichts, sondern es nimmt einfach nur die Beschwerden. Kann ich sowohl als Zäpfchen anwenden, als auch als Creme. Beides möglich, je nachdem, ob die Hämorrhoiden eher innerlich liegen oder äußerlich die Probleme sind.

Aber wie gesagt, es ist eine rein symptomatische Geschichte. Ich leite, ich lindere ein bisschen die Beschwerden. Ich kann leichte Entzündungen behandeln, aber nichts, was irgendwie chronisch ist.

Nichts, was massive Beschwerden verursacht. Sie unterstützen, aber wir behandeln nicht die Ursache. Genau, die Ursache kriegen wir durch diese Änderungen, die wir am Anfang genannt haben, kriegen wir die Ursache vielleicht schon ein ganz kleines bisschen in den Griff, aber nicht ursächlich.

Gegen ein schwaches Bindegewebe hilft halt nichts. Genau, und wenn die Hämorrhoiden einmal vergrößert sind und einmal entzündet sind und ich vielleicht auch zu spät die Behandlung gestartet habe, dann bleibt mir nur noch der Gang zum Arzt am Ende, um es vielleicht mit Cortison-haltigen Salben noch in den Griff zu kriegen. Cortison ist ja deutlich entzündungshemmender wie die beiden Stoffe, die ich jetzt gerade genannt habe.

Das geht, das kann man mit Lebensstiländerungen vielleicht ja noch in den Griff kriegen oder dann halt eben Ultima Ratio wäre eine Operation. Okay, also dann heißt es wirklich definitiv nicht mehr abwarten, wenn es wirklich blutet, stark schmerzt. Ja, richtig.

Es ist hier im Endeffekt ein bisschen plump und einfach zu sagen, aber da ist dann vielleicht wirklich der Gang zum Arzt einmal früher als bei anderen Erkrankungen durchaus der richtigere Schritt, weil wir da in der Selbstmedikation nicht besonders viel haben. Und wenn ich mir jetzt unsicher bin und mir das ja vielleicht auch ein bisschen peinlich ist, was mache ich denn dann jetzt hier in der Apotheke? Gehe ich dann trotzdem zu dir und sage, ich habe da mal was? Natürlich, definitiv. Also wir haben immer die Möglichkeit, auch eine diskrete Beratung, nicht vorne im Handverkauf, also in den Räumlichkeiten, sondern wir haben ein Beratungszimmer, ein diskretes Zimmer, wo wir uns ganz entspannt unterhalten können.

Das ist immer möglich. Einfach direkt mich meine Kolleginnen, meine Kollegen ansprechen und sagen, ich habe da ein Problem, was ich nicht hier besprechen möchte. Dann ist das überhaupt kein Problem.

Und das nimmt auch keiner übel. Das ist ein ganz normales Vorgehen für uns. Und vielleicht ist es auch immer ein bisschen leichter für jemanden, der es mal hört.

Also wir beschäftigen uns tagtäglich mit Hämorrhoidenbeschwerden. Es ist also jetzt nichts, was jetzt bei uns nur einmal im Monat vorkommt. Und du bist dann quasi das Highlight des Tages, weil wir uns über einen nicht so schönen Ort unterhalten, wo die Beschwerden sind.

Es ist vollkommen in Ordnung. Ich glaube, wir können das zusammenfassen. Hämorrhoiden sind unangenehm, aber wirklich kein Thema, für das man sich schämen muss.

Und wenn man früh genug hinschaut, dann kann man auch echt noch viel tun, oder? Genau. Sie sind häufig gut behandelbar. Das ist so.

Gerade wenn wir in den frühen Stadien damit beginnen. Und es muss auch keine peinlich sein, dass er damit in die Apotheke kommt. Das ist ein völlig normales Geschehen in unserem Körper.

Haben wir ja hoffentlich jetzt in dem Podcast auch rausgestellt. Genau. Das finde ich auch ganz wichtig.

Also ihr könnt gerne mit allen Fragen zu uns kommen. Sprecht uns wirklich an. Und wenn ihr sagt, das ist mir peinlich, dann sagt es vorab.

Und dann sorgen die Kolleginnen und Kollegen dafür, dass ihr das nicht vor allen anderen klären müsst, sondern dann machen wir das unter vier Augen. So kann man das sagen. Genau, richtig.

Also wir haben wirklich viele unangenehme Gesprächsthemen. Das ist unser Job. Wir machen das gerne und wir helfen da auch.

Und das, was für euch unangenehm und selten ist, weil es ja für euch nicht tagtäglich ist, für uns ist es ganz, ganz oft eine alltägliche Situation. Und dementsprechend würden wir da auch nicht mit dem Finger auf euch zeigen. Und vor allem nicht mit Humor damit.

So, und ganz wichtig noch wieder unser Hinweis. Unsere Tipps ersetzen natürlich keine persönliche Beratung. Jede Situation ist individuell.

Wir sagen wieder Danke, dass ihr zugehört habt. Und wenn euch der Podcast gefällt, abonniert ihn gerne, empfehlt ihn weiter. Und wir freuen uns, wenn ihr die nächste Folge euch auch wieder anhört.

Bis dahin, tschüss. Bis dahin. Und falls ihr Themenwünsche habt, schreibt sie gerne als Kommentar.

Dann beschäftigen wir uns auch mit eurem konkreten Thema. Sehr gerne sogar. Bis dann.

Ciao.

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